Das Erzgebirge hat drei
Gesichter. In die flache Nordabdachung haben sich lange, enge Täler
eingeschnitten, die
mit ihrem kühlen, feuchten Klima, unzugänglichen Steilhängen, Felsbildungen
und Blockhalden den Lebensraum für zahlreiche geschützte Tier- und
Pflanzenarten bilden. Durch jahrhundertelange extensive Nutzung sind in den
Hochlagen des Erzgebirges außerdem artenreiche Bergwiesen entstanden.
Auf dem 150 km langen Hauptkamm haben sich über Jahrtausende riesige Hochmoore entwickelt,
in denen zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ihre letzten Rückzugsgebiete in
Mitteleuropa gefunden haben. Die Spuren des Waldsterbens der 80er Jahre des
letzten Jahrhunderts sind heute kaum noch sichtbar. Statt der ehemaligen
Fichten-Monokulturen treffen wir heute meist auf farbenfrohe Mischwälder
aus Birken, Lärchen und Fichten.
Gegen das böhmische Becken
bricht das Erzgebirge in steilen, felsigen Wänden ab, die fast alpin
anmuten. Auf den nach Süden exponierten Hängen herrschen Buchen- und
Laubmischwälder vor, während auf den nordseitigen Schatthängen Birken,
Fichten, Lärchen und der Charakterbaum des Erzgebirges, die Eberesche
(Vogelbeerbaum) dominieren.
Weitere Links:
Landschaft:
www.wildes-erzgebirge.de
Naturschutz: www.erzgebirgsnatur.de
|

Vogelbeerbaum

Hangbuchenwald am Südabfall |